Architektur
Die Krypta ist das architektonische Juwel des Denkmals: Eine Folge hoher Parabelbögen durchzieht sie in ihrer ganzen Länge - mit einer verblüffenden typologischen Verwandtschaft zu Lösungen Antoni Gaudís in Barcelona, etwa dem Colegio de las Teresianas (1889-1894).
Die Bögen wurden von den Maurermeistern Brindisis in Stereotomie-Technik errichtet, mit auskragenden horizontalen Schichten und ohne stützende Lehrgerüste: ein altes Wissen, das auf die Sterngewölbe der salentinischen Häuser zurückgeht und, noch weiter, auf die mykenischen Tholoi und die Trulli - die mediterrane Tradition des Steinbaus.
Auch die Gestaltung des Geländes gehörte zum Entwurf: das Vorgebirge, durchschnitten von einem Parabelbogen, der jenem der Anlegestelle entgegengesetzt ist, und die radialen Reihen von Pinien und Oleandern, die das Kielwasser des Ruders nachzeichnen sollten.





Zusammenfassung des Aufsatzes von Giuseppe Amoruso, Politecnico di Milano - Fachbereich Design: „Das Denkmal für den italienischen Seemann in Brindisi. Geometrie, Zeichnung, Entwurf und Ausführung“.
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